Über die Zeitschrift

Der Verein für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim wurde am 4. Mai 1926 gegründet. Sein Zweck, festgelegt in § 1 der Satzung, umfasste die Erforschung katholischer Kulturwerte, die Pflege von Natur- und Kunstdenkmälern, den Schutz der heimatlichen Landschaft sowie die Pflege des Volkstums in Sprache, Sitten, Gebräuchen, Trachten und die Förderung des Diözesan-Museums. Vorarbeiten leistete Wilhelm Rickhey, der die Zeitungsbeilage „Lug ins Land“ der "Hildesheimschen/ Kornackerschen Zeitung" zu einer heimatgeschichtlichen Zeitschrift erweitern wollte; 

An diese Vorüberlegungen bzw. Vorarbeiten knüpfte der Vorstand des Vereins an. Man nannte sie "Unsere Diözese in Vergangenheit und Gegenwart" - mit Aufsätzen über die Geschichte der Stadt und des Stiftes, die Hildesheimer Kunst, Literatur und Musik sowie über Heimatkunde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten der Verein am 17. Oktober 1947 neu gegründet und der Vorstand gewählt werden. Zunächst blieb die heimatkundliche Linie erhalten, doch 1949 übernahm Prof. Dr. Konrad Algermissen die Leitung und verlagerte den Schwerpunkt stärker auf Kirchen- und Kunstgeschichte. Das Jahrbuch erfuhr 1964 eine stilistische Aufwertung: neue Gestaltung, hochwertiges Papier und ein professioneller Druck; es vergrößerte sich zu einer kultur- und kunstgeschichtlichen Dokumentation, wobei der Titel von „Unsere Diözese“ zu „Die Diözese Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart“ angepasst wurde. 1987 änderte der Verein seinen Namen von „Verein für Heimatkunde“ in „Verein für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim e.V.“, um den erweiterten wissenschaftlichen Fokus besser abzubilden. Das Jahrbuch erfuhr 1993 und vor allem 2003 erhebliche Veränderungen, sowohl bezüglich seiner inhaltlichen Ausrichtung – fachwissenschaftlich orientierte und allgemeinverständlich geschriebene Aufsätze – als auch seines Designs bzw. Layouts.

Seit 1994 erschienen acht Bände der wissenschaftlichen Reihe Quellen und Studien zur Geschichte des Bistums Hildesheim; ab 2005 gibt es die Reihe Quellen zur Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim, herausgegeben von Michael Brandt und Scharf-Wrede, mit mehreren Bänden, die die Geschichte des Bistums weiter vertiefen. Parallel wurden Vorträge, Publikationen und Kooperationen weiter ausgebaut, um das kirchliche Kulturerbe umfassend zu dokumentieren.

 

Die retrospektive Digitalisierung, Erschließung sowie die freie und öffentliche Zugänglichmachung des gesamten digitalen Archivs dieser Zeitschrift (1927-2017) erfolgt im Rahmen eines Digitalisierungsprojektes (DigiTheo_5), das die Universitätsbibliothek Tübingen seit 2021 mit der finanziellen Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verantwortet.